LONGEVITY KNOWHOW – Serie Nr. 2
Muskeln – vielleicht unsere beste Altersvorsorge
Gesund älter zu werden beginnt nicht irgendwann später. Es beginnt heute – mit den Entscheidungen, die wir täglich für unseren Körper treffen. Denn die Grundlage für ein langes, gesundes und selbstbestimmtes Leben wird nicht erst im hohen Alter geschaffen. Genau darum geht es in unserer Wissensreihe LONGEVITY KNOWHOW: zu verstehen, was uns langfristig gesund, belastbar und selbstständig hält.
Nachdem wir uns im ersten Newsletter mit dem Schlaf beschäftigt haben, geht es diesmal um einen oft unterschätzten Schlüssel für gesundes Altern: unsere Muskulatur.
Muskeln sind mehr als Kraft… Sie sind unsere Körpereigene Apotheke!
Viele Menschen verbinden Muskeltraining vor allem mit Fitness, Bodybuilding oder Optik. Für Longevity ist das viel zu kurz gedacht. Unsere Muskulatur ist nicht nur für die mechaniche Bewegung verantwortlich. Sie spielt auch eine zentrale Rolle für unseren Stoffwechsel und unsere Gesundheit. Muskeln sind ein regelrechtes Stoffwechselkraftwerk: Bei Bewegung verbrauchen sie Energie und nehmen dabei unter anderem Zucker aus dem Blut auf. Regelmässig aktive Muskulatur unterstützt dadurch eine gute Blutzuckerregulation und Insulinempfindlichkeit. Darüber hinaus setzt aktive Muskulatur Botenstoffe frei, sogenannte Myokine, die im gesamten Körper wirken und verschiedene essentielle Stoffwechsel- und Anpassungsprozesse unterstützen.
Muskeln sind deshalb weit mehr als das, was wir im Spiegel sehen. Sie sind Bewegungsapparat, Energiespeicher und ein wichtiger Partner für unseren Stoffwechsel – und damit ein zentraler Baustein für gesundes Altern.
Die entscheidende Reserve
Stellt euch eure Muskulatur wie ein Sicherheitskonto für euren Körper vor. Für die meisten alltäglichen Aufgaben brauchen wir nur einen Teil unserer maximalen Kraft. Eine Treppe zu steigen, vom Stuhl aufzustehen oder eine Einkaufstasche zu tragen, ist für einen fitten Menschen keine grosse Herausforderung. Genau diese Differenz zwischen dem, was wir im Alltag benötigen, und dem, was unser Körper tatsächlich leisten kann, ist unsere körperliche Reserve. Diese Reserve wird besonders dann wichtig, wenn das Leben uns fordert: beim Stolpern, beim Abfangen eines Sturzes, beim Tragen einer schweren Last, auf einer steilen Wanderung oder nach einer Krankheit, wenn der Körper vorübergehend weniger leistungsfähig ist. Mit zunehmendem Alter wird diese Reserve ohne regelmässigen Trainingsreiz kleiner. Was heute noch leicht fällt, kann dadurch irgendwann zur Herausforderung werden. Deshalb ist Muskeltraining nicht nur eine Frage von Kraft oder Aussehen. Es geht darum, genügend körperliche Reserve aufzubauen, damit wir auch dann noch handlungsfähig bleiben, wenn unser Körper mehr leisten muss als im normalen Alltag.
Denn je grösser unsere Reserve, desto länger können wir unseren Alltag selbstständig, sicher und ohne unnötige Einschränkungen bewältigen.
Muskeltraining ist Longevity-Training
Regelmässiges Krafttraining setzt gezielte Reize, auf die der Körper mit Anpassung reagiert. Muskelmasse und Muskelkraft können dadurch erhalten oder aufgebaut werden. Gleichzeitig profitieren unter anderem Beweglichkeit, Stoffwechsel, Knochen und die Fähigkeit, alltägliche Belastungen sicher zu bewältigen. Dabei geht es nicht darum, möglichst grosse Muskeln aufzubauen. Gerade für gesundes Altern sind Kraft, Koordination und Schnellkraft entscheidend – also die Fähigkeit, im richtigen Moment schnell und kontrolliert Kraft zu entwickeln.
Denn genau diese Fähigkeiten helfen uns beispielsweise, einen Stolperer abzufangen.
Unsere Lösung
Deshalb bildet individuelles Krafttraining bei uns im Fitpool einen zentralen Baustein des Longevity-Konzeptes. Der richtige Trainingsreiz zum richtigen Zeitpunkt – angepasst an Leistungsniveau, Alter und persönliche Zielsetzung. Damit Training nicht nach Gefühl oder nach einem Standardschema erfolgt, können wir verschiedene Messungen nutzen.
Krafttests über milon helfen uns beispielsweise einzuschätzen, wo jemand aktuell steht und welche Belastung sinnvoll ist. Mit der InBody-Analyse lässt sich zusätzlich die Körperzusammensetzung erfassen – unter anderem Muskelmasse und Fettmasse. Das Spannende daran: Solche Messungen liefern nicht nur einen Ausgangswert. Wiederholt man sie nach einer gewissen Trainingsphase, lässt sich auch überprüfen, ob der gesetzte Trainingsreiz tatsächlich die gewünschte Entwicklung bewirkt – beispielsweise ob Muskelmasse aufgebaut oder erhalten wird und sich die Körperzusammensetzung in die gewünschte Richtung verändert.
So kann Training individuell angepasst werden, statt einfach immer mehr oder immer härter zu trainieren. Denn wenn es um gesundes Älterwerden geht, ist Muskelkraft kein Lifestyle-Thema.
Sie ist eine Investition in die eigene Gesundheit und Selbstständigkeit.
Unser Longevity-Tipp
Trainiert nicht für das, was ihr heute könnt. Trainiert für das, was ihr in der Zukunft noch können möchtet: vom Boden aufstehen, schwere Einkaufstaschen tragen, Treppen steigen, wandern, Ski fahren, mit den Enkelkindern spielen, reisen… oder zusammengefasst: selbständig, selbstbestimmt und mit Freude leben!
Herzliche Grüsse, eure Maggie und das gesamte Fitpoolteam
